WB IST Austria chemistry lab with NMR-facilities and gradschool with library

Wettbewerb Juli 2016
in ARGE mit dem Atelier Thomas Pucher ZT GmbH

Aufgabenstellung: Erlangung von baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten für den Neubau des Management Center Innsbruck (MCI), den Neubau einer Bus- und einer PKW Garage, die Neuplatzierung des Sportplatzes samt Nebengebäuden sowie eine entwurfsabhängige Neustrukturierung von Nebengebäuden für die Österreichischen Bundesgärten auf dem „Fenner-Areal“ in Innsbruck

Mit dem vorliegenden Entwurf werden mehrere Ziele verfolgt:

  • Es ist zum Einen die dezidierte Ausbildung einer neuen Mitte in Form des Platzes, der zwischen Restaurant und Bibliothek aufgespannt, zwischen den bestehenden und zukünftigen Gebäuden vermitteln soll. Dafür steht auch der Solitärbaukörper der Bibliothek als weithin sichtbares Zeichen. Im Gegensatz dazu wird das Laborgebäude in die Hanglage als Teil der Topographie eingebettet und die horizontale Schichtung als bestimmendes architektonisches Element ausgearbeitet. Zusammen mit dem östlichen Vorplatz und dem leicht erhöhten überdachten Parkdeck im Westen entsteht eine Sequenz an Außenräumen, die sich zwar in ihrer qualitativen Oberflächengestaltung unterscheiden, dabei aber der Intention einer zusammenhängenden, begehbaren und in sich schlüssigen Landschaftsarchitektur folgen. Eine großzügige Treppenanlage mit Lift verbindet alle Ebenen einschließlich jener des bestehenden Restaurants. Diese neue Verbindung zwischen bestehendem Campus, dem gegenständlichen Projekt sowie allen weiteren Bauvorhaben ist ein ganz wesentliches Entwurfsmotiv und Anliegen.
  • Das Laborgebäude wird um einen großzügigen und intensiv begrünten Innenhof organisiert. Um ein höchstmögliches Maß an Flexibilität sicherzustellen, werden die zwanzig Regellabors zu zwei Zehnergruppen zusammengefasst. Die administrativen Räume liegen in der hinteren Zeile, die beiden Funktionsgruppen Infrastruktur und Facilities im unmittelbaren Schluss daran. Durch die ringförmige Erschließung ergibt sich eine hohe Variabilität für Bespielungen. Aus technischen Gründen wird der Bereich der NMR-Facility als Annex errichtet. Zwischen Laborgebäude und Parkdeck werden die elektro- und haustechnischen Anlagen situiert. Sie werden direkt und unmittelbar über den Kollektor versorgt und sind auf der unteren Ebene auch mit schwerem Gerät befahrbar.
  • Über den neuen Platz werden sowohl Laborgebäude als auch Bibliothek erschlossen. Vom Eingang führt eine Sitzstufenanlage in den großzügigen Lesebereich, der sich zu den davorliegenden Terrassen und Gärten öffnet. Darüber schwebt der zweigeschoßige und monolithisch anmutende Hauptbaukörper mit den Studier- und Arbeitsräumen, die um ein zweigeschoßiges und innenliegendes Atrium situiert und organisiert sind.
    Die beiden Hauptfunktionen des Projektes sind zwar über ein gemeinsames Treppenhaus verbunden, funktionieren aber als in sich abgeschlossene Bereiche, wobei das Restaurant als drittes Element in der Komposition berücksichtigt ist. Durch den optional vorgeschlagenen öffentlichen Lift können alle Freibereiche auch mit Rollstühlen angefahren werden.