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Bauherr ENW Ennstal-Neue-Heimat-Wohnbeihilfe
Theodor-Körner-Strasse 120, 8010 Graz
Bruttogeschossfläche 51.700 m² (oberirdisch 30.155 m², unterirdisch 21.545 m²)
Herstellungskosten BA1: ca. € 40,5 MIO, BA2: ca. € 10,7 Mio, BA3: ca. € 8,5 Mio
Wettbewerb Mai 2006
Zeitraum 2009-2012 (BA1), 2012-2015 (BA2), 2014-2017 (BA3)
Adresse Klosterwiesgasse 101a,b 103a,b; Münzgrabenstrasse 84a-c

 

Das mit dem Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit ausgezeichnete Wohnprojekt „Messequartier“ ist Teil der Restrukturierung des Grazer Messegeländes. Das Konzept realisiert eine Funktionsdurchmischung, in der geförderte ein- bis zweigeschoßige Wohnungen, Wohnungen für Studenten und Senioren mit Gewerbe- und Büroflächen, einem Kindergarten und Gastronomie ergänzt und mit hochwertigen Freizeit- und Wellnesseinrichtungen aufgewertet werden.

Die bauliche Konzeption reagiert auf die örtlichen Gegebenheiten, indem an der Münzgrabenstraße im Bereich des sogenannten „Messeschlössels“ eine das Quartier zentrierende Platzausbildung erfolgt und die von der Straße abgerückte Bebauung mit vier Geschoßen niedrig und der umgebenden Struktur adäquat gehalten wird. Nach Westen hin fällt das Gelände so weit ab, dass die langgestreckten, zweifach geknickten Baukörper mit leicht ansteigender Traufe eine Höhe von bis zu zehn Geschoßen erreichen. Sämtliche Wohnungen sind nach Süden und Südosten orientiert und mit Laubengängen und den an den Knickstellen der einzelnen Riegel situierten Stiegenhäusern erschlossen. Durch Aufständern der Baukörper im Bereich des Geländesprungs wird eine Querverbindung der einzelnen Hofräume in Nord-Süd-Richtung und die Gestaltung eines zusammenhängenden, reich differenzierten Grünraums möglich.

(Nikolaus Hellmayr)