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Bauherr ARGE Planung Campus Eggenberg, Ortenburgerstr. 27, 9800 Spittal/Drau
Bruttogeschossfläche Baupl. 1: ca. 3.817 m², Baupl. 3: ca. 10.463,5 m²
Herstellungskosten € 50.000.000,-
Zeitraum seit 2012
Adresse Eckertstraße 30a-m, 8020 Graz

 

Das Grundmotiv des Entwurfes ist die Entwicklung eines neuen Quartiers mit vielfältigen Nutzungen im Kontext der umgebenden Bebauungen. Die städtebaulichen Rahmenbedingungen sind im Bebauungsplan vom 17.10.2013 festgelegt. Die zulässige Bebauungsdichte von 2,3 und die dadurch max. zulässige Bruttogeschossfläche von ca. 47.300 m² werden geringfügig unterschritten.

Der Entwurf wird durch zwei winkelförmige Baukörper mit einer punktuellen Erhöhung in der zentralen Achse und zwei davor liegenden und elfgeschossigen Solitärbaukörpern charakterisiert. Drei nach Süden offene Höfe gliedern die Anlage, wobei der mittlere als öffentliche Erschließung für den Campus der FH Joanneum dient. An der Eckertstrasse wird hinter dem zu errichtenden Gehsteig parallel zur bestehenden Allee eine platzartige Erweiterung vorgesehen, an der die Zugänge zu den öffentlichen Versorgungs- und Dienstleistungseinrichtungen liegen. Die Übergänge zu den Höfen erfolgen fließend und finden ihre formale Entsprechung in einem fein ausdifferenzierten Grünraumkonzept, in dem öffentliche Räume aber auch private Nutzungen klar abgesteckt sind. In den Sockelzonen der drei Höfe werden adäquat zu den Bespielungen unterschiedliche Oberflächenmaterialien wie Holzlamellen, Metallpaneele oder auch großformatige Fertigbetonteile eingesetzt.

Im östlichen Flügel befindet sich im Erdgeschoss ein Lebensmittelmarkt mit einem Studentenheim für 197 Bewohner. Daran schließt ein Baukörper mit Kindergarten und Freiflächen sowie darüberliegenden Mietwohnungen. Im westseitig gelegenen winkelförmigen Baukörper sind im Erdgeschoss und teilweise im 1. Obergeschoss Einrichtungen der FH-Joanneum, wie z.B. ein Hörsaalzentrum oder Institutsräume untergebracht. Darüber befinden sich Eigentumswohnungen mit unterschiedlichen Zuschnitten und Größen. Auch in den zwei Solitärbaukörpern sind vorwiegend Eigentumswohnungen verortet, wobei die Erdgeschosse für kleinteiligere Dienstleistungseinrichtungen vorgesehen sind. Durch eine große Vielfalt an Wohnungstypologien soll eine gute Durchmischung von potenziellen Nutzern sichergestellt werden.

Die Baukörper sind im Sinne einer ökonomischen aber auch ökologischen Nachhaltigkeit kompakt zugeschnitten. Das architektonische Gesamterscheinungsbild wird geprägt durch das Wechselspiel von glatten und durchmodellierten Fassadenteilen, wobei die Plastizität durch den Einsatz unterschiedlicher Materialien und Farbgebungen unterstützt wird. Durch das Zusammenwirken von Architektur und Freiraumplanung entsteht eine Sequenz ausdifferenzierter Räume mit intentierten Bezügen und vielschichtigen Perspektiven.