Geschichtlicher Exkurs: Marienmühle

Die erste Erwähnung der Marienmühle fand im 13. Jh. statt.
Bereits im späten Mittelalter (14. Jh.) dürfte der Mühlstandort am rechtsseitigen Mühlgang, der ehemals ein Au-Arm der Mur war, genutzt worden sein; nachweisbar ist dies seit dem 15. Jh. . Im 16. Jh. wurden Roggen, Weizen und Mais vermahlen. Lange Zeit stand die Mühle unter Herrschaft der Eggenberger.

1898 wurde die Mühle dann vom 1848 gegründeten jüngeren Bäcker-Mühl-Konsortium in Betrieb genommen.

Aus dieser Zeit stammten auch die ältesten der nun abgerissenen Industriegebäude, die übrigen Teile der Anlage kamen zwischen 1950 und -70 hinzu. Um 1900 war die Mühle noch als „Rusterholzermühle“ bekannt (nach ihrem ehemaligen Besitzer Jakob Rusterholzer).

Die Mühle wurde von 1926 bis 1989 vom Familienunternehmen Sorger geführt.

1928 fand ein großer Umbau der Mühle mit Umstellung des Wasserrads auf Turbinenantrieb, sowie Stauerhöhung, Eintiefung, etc. statt.

1989 stellte die damals größte steirische Mühle – wie fast drei Viertel der zu dieser Zeit noch in Österreich existierenden Mühlen – ihren Betrieb ein.

Das verbleibende Kleinwasserkraftwerk am Mühlgang wurde bis 2009 von der Marienmühle BetriebsgmbH. (Fam. Sorger) betrieben und im selben Jahr von der Wasserkraft Marienplatz GmbH übernommen.